Metallarmband


Metallarmbänder sind eine beliebte Wahl für Uhren, weil sie robust, langlebig und oft eleganter oder sportlicher wirken als Leder-, Nato-oder Kunststoffbänder. Sie bestehen aus Gliedern, die flexibel miteinander verbunden sind, was dem Armband Beweglichkeit verleiht. Materialien reichen von Edelstahl über Titan bis hin zu Edelmetallen wie Gold. Das Gewicht, die Farbe, die Verarbeitung (gebürstet, poliert, beschichtet) sowie die Anpassbarkeit durch entnehmbare Glieder sind wichtige Merkmale, die man beachten sollte. Auch die Hautverträglichkeit spielt eine Rolle, insbesondere bei Menschen mit Nickelallergien.

Es gibt Metallarmbänder mit hohlen Gliedern. Diese Bauweise wird oft bei günstigeren Modellen verwendet, da sie Material spart und das Armband leichter macht. Allerdings sind hohle Glieder in der Regel weniger stabil, können schneller abnutzen oder sich verbiegen und fühlen sich weniger hochwertig an. Massive Glieder hingegen bieten mehr Widerstandskraft und ein solideres Tragegefühl, sind jedoch schwerer.

Die Arten von Metallarmbändern unterscheiden sich vor allem durch ihre Gliederstruktur und ihr Design. Beliebte Varianten sind das Oyster-Band mit drei breiten Gliedern, das feingliedrige Jubilee-Band, das elegante Milanaise-Band, auch Mesharmband genannt) aus engmaschigem Geflecht, sowie das President- oder das H-Link-Band. Es gibt sportliche, klassische, moderne oder auch retro-inspirierte Designs. Manche Armbänder lassen sich leicht kürzen oder verlängern, andere erfordern spezielles Werkzeug oder den Besuch beim Uhrmacher.

Für Metallarmbänder gibt es verschiedene Verschlüsse. Häufig sind Faltschließen, bei denen das Armband zusammengeklappt und eingerastet wird. Diese können einfach oder mit Sicherheitsbügel versehen sein. Butterfly-Schließen (Doppelfaltschließen) öffnen sich symmetrisch auf beiden Seiten und sind oft eleganter. Es gibt auch Druckknopf-Schließen, bei denen seitliche Knöpfe gedrückt werden müssen, um den Verschluss zu öffnen. Seltener findet man Hakenverschlüsse oder Magnetverschlüsse.

Welcher Verschluss der beste ist, hängt vom Einsatzzweck und den persönlichen Vorlieben ab. Die sichersten Varianten sind meist Faltschließen mit zusätzlicher Sicherheitsbügel oder Druckknopfmechanismus, da sie unbeabsichtigtes Öffnen effektiv verhindern. Butterfly-Schließen gelten als besonders elegant und komfortabel, da sie eine gleichmäßige Gewichtsverteilung am Handgelenk ermöglichen. Letztlich entscheidet auch der Tragekomfort und das Design darüber, welcher Verschluss bevorzugt wird.

Die Anschlusselemente an der Uhr, mit denen das Armband befestigt ist, nennt man Federstege oder Spring Bars. Diese kleinen Metallstifte halten das Band an den Hörnern des Uhrengehäuses. Es gibt Standard-Federstege sowie Schnellwechsel-Federstege, die ohne Werkzeug herausgenommen werden können. Bei integrierten Metallarmbändern, wie sie manche Luxusuhren haben, ist das Anschlusselement oft Teil des Designs und nicht universell austauschbar.

Die Preise für Metallarmbänder variieren stark. Einfache Modelle aus Edelstahl mit hohlen Gliedern beginnen bereits bei etwa 20 bis 50 Euro. Hochwertigere Bänder aus massivem Edelstahl kosten oft zwischen 80 und 300 Euro. Titanarmbänder, Armbänder mit spezieller Beschichtung (z. B. DLC oder PVD) oder aus Edelmetallen wie Gold können mehrere Hundert bis Tausende Euro kosten. Auch die Marke spielt eine Rolle – Originalbänder von Uhrenherstellern sind meist deutlich teurer als generische Alternativen.


Wikipedia: UhrenarmbänderLINK