Toolwatch
Eine „Toolwatch“ ist im Grunde eine Uhr, die nicht in erster Linie als Schmuck oder Luxusobjekt gedacht ist, sondern als praktisches Werkzeug für eine bestimmte Aufgabe. Der Begriff stammt aus der Zeit, in der Armbanduhren für Piloten, Taucher, Rennfahrer oder Expeditionsleiter entwickelt wurden, also für Menschen, die auf die Funktion und Robustheit der Uhr angewiesen waren. Das bedeutet: klare Ablesbarkeit, robuste Gehäuse, Widerstand gegen Wasser, Stöße und Temperaturwechsel, und eine Funktionalität, die einem realen Zweck dient.
Ein klassisches Beispiel ist die Rolex Submariner, ursprünglich für professionelle Taucher entwickelt und auf Zuverlässigkeit unter Wasser ausgelegt. Die Omega Speedmaster gilt ebenfalls als Toolwatch, da sie für Piloten und später sogar für die NASA-Astronauten im Weltraum eingesetzt wurde, wo Verlässlichkeit überlebenswichtig war. Ein weiteres Beispiel ist die Seiko SKX007, eine vergleichsweise günstige, aber extrem robuste Taucheruhr, die bei Tauchern wie auch bei Sammlern Kultstatus erreicht hat. Auch eine Sinn 857 mit ihrem Fokus auf Magnetfeldschutz und extreme Robustheit fällt in diese Kategorie.
Heute wird der Begriff oft ein wenig breiter verwendet. Viele sprechen von einer Toolwatch, wenn eine Uhr nicht „zu fein“ wirkt, also eher zweckmäßig, widerstandsfähig und alltagstauglich ist, auch wenn sie im Alltag gar nicht mehr als Arbeitsgerät gebraucht wird. So kann selbst eine Tudor Pelagos am Handgelenk eines Büroangestellten eine Toolwatch sein – weil sie die DNA einer funktionellen Arbeitsuhr in sich trägt.
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