Quarzuhr
Eine Quarzuhr gehört zu den präzisesten Zeitmessinstrumenten im Alltag und basiert auf den physikalischen Eigenschaften von Quarzkristallen. Das Herzstück ist ein kleiner Quarzkristall, der durch elektrische Spannung in Schwingung versetzt wird. Quarz hat die besondere Eigenschaft, dass er bei einer bestimmten Frequenz sehr stabil und gleichmäßig schwingt, wenn er unter Spannung steht. In Armbanduhren beträgt diese Frequenz in der Regel 32.768 Hertz. Diese Schwingungen sind so konstant, dass sie als Taktgeber dienen können.
Die Elektronik in der Uhr zählt diese extrem schnellen Schwingungen und teilt sie über eine Schaltung so weit herunter, dass ein elektrischer Impuls pro Sekunde entsteht. Dieser Impuls treibt entweder einen Schrittmotor an, der das Zeigerwerk bewegt, oder er steuert ein digitales Display, das die Zeit anzeigt. Dadurch entsteht die für Quarzuhren typische Präzision, die deutlich höher ist als bei mechanischen Uhren.
Im Gebrauch bedeutet das, dass Quarzuhren nur sehr geringe Gangabweichungen haben, meistens wenige Sekunden pro Monat. Sie sind zudem pflegeleicht, da sie keinen regelmäßigen Aufzug benötigen, sondern mit einer Batterie oder zunehmend auch mit Solarenergie betrieben werden. Für den Träger hat das den Vorteil, dass eine Quarzuhr zuverlässig und wartungsarm ist, aber trotzdem gelegentlich eine neue Energiequelle benötigt, sei es in Form eines Batteriewechsels oder einer Auffrischung des Akkus.
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Bildquelle: Didier Descouens - eigenes Werk
