Swatch-Group


Die Swatch Group ist ein Schweizer Uhren- und Schmuckkonzern, der 1983 durch den Zusammenschluss von ASUAG und SSIH (Société Suisse pour l’Industrie Horlogère) gegründet wurde und heute zu den größten Anbietern der Branche zählt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 36 000 Menschen in über 50 Ländern. Es vereint zahlreiche Marken unter einem Dach und deckt damit das gesamte Spektrum vom Einstiegssegment bis hin zur Haute Horlogerie ab.

Zu den prestigeträchtigen Luxusmarken der Gruppe gehören Breguet, Blancpain, Glashütte Original, Jaquet Droz, Harry Winston, Léon Hatot und Omega. Im oberen Preissegment sind Marken wie Longines, Rado und Union Glashütte angesiedelt. Das mittlere Segment wird durch Tissot, Balmain, Certina, Mido und Hamilton abgedeckt, während Swatch und Flik Flak den Einstieg in die Welt der Uhren bilden.

Neben den Marken verfügt der Konzern auch über eigene Werkehersteller. Eine zentrale Rolle spielt dabei ETA SA, die sowohl mechanische als auch Quarzwerke entwickelt und produziert. Auch Valjoux, bekannt für Chronographenkaliber wie das 7750, gehört dazu. Zudem entwickeln einige Marken, etwa Glashütte Original, eigene Manufakturwerke. Damit ist die Swatch Group sowohl vertikal integriert als auch in der Lage, die interne Versorgung mit Uhrwerken sicherzustellen.

Finanziell befindet sich die Gruppe derzeit in einer anspruchsvollen Lage. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte sie einen Nettoumsatz von 6,7 Milliarden Schweizer Franken, was einem Rückgang von rund 14 Prozent entspricht. Der Betriebsgewinn sank deutlich auf 304 Millionen Franken, während der Konzerngewinn auf 219 Millionen fiel, was einem Rückgang um etwa drei Viertel im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im ersten Halbjahr 2025 setzte sich diese Entwicklung fort: Der Umsatz erreichte 3,06 Milliarden Franken, der Gewinn fiel mit 17 Millionen sehr gering aus.

Hauptgrund für diese Entwicklung ist die schwache Nachfrage in China, das traditionell einer der wichtigsten Absatzmärkte für Schweizer Uhren ist. Dort sanken die Verkäufe um etwa 30 Prozent, was sich massiv auf die Konzernbilanz auswirkte. In anderen Regionen wie den USA, Japan, Indien und im Mittleren Osten konnte die Swatch Group dagegen deutliche Zuwächse erzielen. Besonders Marken wie Omega, Longines und Tissot entwickelten sich dort positiv.

Trotz der aktuellen Rückgänge geht die Swatch Group davon aus, dass sich die Nachfrage in den kommenden Jahren wieder erholen wird. Neue Produkte in allen Preissegmenten und die gute Entwicklung in wachstumsstarken Märkten sollen dafür sorgen, dass sich Umsatz und Gewinn künftig stabilisi


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