Uhrengläser | Spiegelungen | Refexion
Uhrengläser wirken auf den ersten Blick unscheinbar, sind aber ein entscheidendes Detail für die Alltagstauglichkeit und die Langlebigkeit einer Uhr. Im Wesentlichen gibt es drei Arten von Gläsern, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften haben. Kunststoffglas, auch Plexiglas genannt, ist leicht und bruchsicher, verkratzt aber schnell. Diese Kratzer lassen sich allerdings oft herauspolieren, weshalb es bei Vintage-Uhren oder bei Modellen im Sport- und Militärbereich lange beliebt war. Mineralglas ist härter als Kunststoff und deutlich resistenter gegen Kratzer, dafür kann es bei einem starken Schlag springen oder splittern. Am oberen Ende steht Saphirglas, das durch seine enorme Härte fast nicht verkratzt werden kann, aber spröder ist und im Extremfall brechen kann. Es wird meist bei hochwertigen Uhren eingesetzt und oft zusätzlich entspiegelt, um die Ablesbarkeit zu verbessern.
Neben dem Material spielt auch die Form eine Rolle. Flache Gläser sind unauffällig und funktional, gewölbte oder bombierte Varianten können Lichtreflexe brechen und verleihen der Uhr einen besonderen Charakter. Manche Uhren setzen bewusst auf leicht gewölbtes Plexiglas, weil es einen warmen, klassischen Schimmer erzeugt, während moderne Modelle häufig mit kratzfestem Saphir ausgestattet werden. Auch die Beschichtung verdient Beachtung: Entspiegelungen erhöhen den Komfort, sind aber anfällig für Kratzer, wenn sie außen aufgebracht werden.
Wenn man also eine Uhr auswählt, sollte man nicht nur auf Werk und Design achten, sondern auch darauf, welches Glas verbaut ist. Denn es beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch, wie robust die Uhr im Alltag ist und wie sie nach Jahren noch aussieht.
