Askania Berlin
Kurzvorstellung
Die Uhrenmarke Askania Berlin gehört zu den traditionsreichen Namen der deutschen Präzisions- und Uhrenindustrie. Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1871 zurück, als der Mechaniker und Unternehmer Carl Bamberg in Berlin ein Unternehmen für feinmechanische und optische Geräte gründete. Ursprünglich produzierte die Firma vor allem wissenschaftliche Instrumente, Navigationsgeräte und optische Apparate, die in Forschung, Seefahrt und später auch in der Luftfahrt eingesetzt wurden.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Askania zu einem bedeutenden Hersteller technischer Präzisionsinstrumente. Besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Unternehmen für seine Bord- und Fluginstrumente sowie Pilotenuhren bekannt. Viele Flugzeuge wurden damals mit Askania-Geräten ausgestattet, was den Ruf der Marke als Hersteller zuverlässiger Messinstrumente stärkte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg zerfiel das Unternehmen infolge von Zerstörung, Demontage und politischen Veränderungen. Der traditionsreiche Markenname verschwand schließlich für mehrere Jahrzehnte vom Markt. Erst im Jahr 2004 wurde die Marke durch den Unternehmer Leonhard R. Müller wiederbelebt. Ziel war es, die historische Berliner Marke neu zu etablieren und gleichzeitig moderne Armbanduhren im klassischen Stil zu entwickeln.
Heute gilt Askania als eine der wenigen Uhrenmanufakturen mit Sitz in Berlin. Die Marke verbindet historische Bezüge mit zeitgenössischem Uhrendesign. Viele Modelle greifen Themen aus der Berliner Geschichte auf und tragen Namen berühmter Orte oder technischer Meilensteine, etwa „Alexanderplatz“ oder „Quadriga“.
Die Uhren werden in vergleichsweise kleinen Stückzahlen gefertigt und bewegen sich meist im gehobenen Preissegment. Dabei legt Askania besonderen Wert auf klassische Gestaltung, gute Ablesbarkeit und eine Verbindung zur eigenen technischen Tradition.
Damit steht Askania Berlin heute für eine Mischung aus historischer Industriegeschichte, Berliner Identität und moderner Uhrmacherkunst – und repräsentiert zugleich einen Teil der traditionsreichen deutschen Uhrenkultur.
| Hersteller | Askania AG |
| Anschrift Zentrale | Rosenthaler Str. 40–41 | 10178 Berlin | Deutschland |
| Website | https://askania.berlin/ |
| Wikipedia | https://de.wikipedia.org/wiki/Askania_Werke |
| service@askania-berlin.de | |
| Gründungsdatum |
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| Zielgruppe |
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| Preisniveau | Mechanische Uhren: 1.100,00 bis 5.000,00 Euro, Quarz: 700 – 1 250 €, limitierte Modelldreihen bis ca. 20 000 € |
| Modellreihen | Quadriga Collection: Limitierte Jahresedition, jedes Jahr ein neues Modell zu Ehren des Brandenburger Tors. Tempelhof Serie: Sportlicher Chronograph im Stil des Berliner Flughafens Tempelhof, oft mit ETA Valjoux 7750, Tachymeter und klarer Linienführung Tegel Serie: Hommage an den Flughafen Berlin-Tegel, mit puristischem „Flat Bauhaus“-Design. Alexanderplatz: Elegante Drei-Zeiger-Modelle mit Sonnen-/Guilloché-Zifferblatt, inspiriert vom Fernsehturm. Bremen: Erinnert an die transatlantische Pioniermission 1928 mit Askania-Kompassdesign. C. Bamberg: klassisches rechteckiges Gehäuse, vintage-inspirierte Ästhetik, häufig mit Seiko NH‑Werk. Taifun: Pilotenuhrenlinie benannt nach dem Flugzeug von Elly Beinhorn, robust, teilweise bis 500 m wasserdicht, Heliumventil, ETA‑Werk. Elly Beinhorn: Ehrt die berühmte Pilotin Elly Beinhorn mit eleganteren, teils kleineren Uhren für Damen und Herren. |
| Verkaufte Stückzahlen | Aktuell produzierte 3.000 bis 4.000 Uhren/Jahr; Ziel sind perspektivisch bis zu 20.000 Stück/Jahr. |
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