Weißgold
Weißgold ist eine Goldlegierung, bei der dem reinen Gelbgold Metalle wie Palladium, Nickel, Silber oder Platin beigemischt werden, um die Farbe aufzuhellen. Gold in seiner reinen Form ist immer intensiv gelb, doch durch die Mischung mit diesen helleren Metallen verändert sich der Farbton und wirkt silbrig-weiß. Der genaue Farbton hängt stark von der Zusammensetzung der Legierung ab, sodass Weißgold je nach Mischung leicht grau, warm oder kalt schimmern kann. Oft wird es zusätzlich mit einer dünnen Rhodiumschicht überzogen, die den Glanz verstärkt und für einen besonders weißen, spiegelnden Eindruck sorgt. Dieser Überzug nutzt sich mit der Zeit ab und kann bei Bedarf erneuert werden.
Weißgold ist also nicht von Natur aus silberfarben, sondern erhält sein Aussehen durch die Kombination von Gold mit hellen Legierungsmetallen und gegebenenfalls durch eine Rhodinierung. Es verbindet die optische Nähe zu Platin oder Silber mit der hohen Wertigkeit und Dichte von Gold.
Ob Weißgold edler oder teurer als Gelbgold ist, hängt weniger vom Gold selbst als von der Legierung und der Verarbeitung ab. Reines Gold ist in jeder Farbvariante gleich wertvoll, da der Goldgehalt bei 14, 18 oder 24 Karat immer derselbe bleibt. Der Unterschied entsteht durch die Metalle, die beigemischt werden. Dadurch ist die Herstellung von Weißgoldlegierungen oft aufwendiger, und die Materialkosten liegen meist über denen von Gelbgold.
Zusätzlich wird Weißgold fast immer rhodiniert, also mit einer dünnen Rhodiumschicht überzogen, die für einen besonders hellen Glanz sorgt. Rhodium ist eines der teuersten Edelmetalle überhaupt, was den Preis nochmals beeinflussen kann. In der Wahrnehmung gilt Weißgold häufig als moderner und eleganter, während Gelbgold klassisch und traditionell wirkt. Objektiv ist keines „edler“ als das andere, aber Weißgold ist in der Regel teurer, weil die Legierungsmetalle und die Oberflächenbehandlung höhere Kosten verursachen.
| Wikipedia: Weißgold & Graugold | LINK |
