Alarmfunktion
Die Alarmfunktion bei Uhren dient dazu, den Träger zu einem bestimmten Zeitpunkt akustisch oder durch Vibration zu benachrichtigen. Sie erfüllt denselben Zweck wie ein Wecker, ist aber in der Uhr integriert und deshalb besonders praktisch für unterwegs oder diskrete Erinnerungen im Alltag. Menschen nutzen sie oft, um an Termine, Medikamente oder Pausen erinnert zu werden.
Bei Digitaluhren wird der Alarm elektronisch erzeugt. Ein kleiner Lautsprecher oder sogenannter Piezo-Schallgeber erzeugt einen Ton durch elektrische Impulse. Dabei wird eine dünne Metallmembran in Schwingung versetzt, was die typischen hohen Piep-Töne digitaler Armbanduhren erzeugt. Die Steuerung erfolgt über einen integrierten Mikrochip, der zu einer programmierten Uhrzeit einen Stromimpuls an den Schallgeber sendet.
Bei mechanischen Uhren hingegen funktioniert der Alarm über ein fein abgestimmtes Feder- und Schlagwerk. Eine zusätzliche Feder wird aufgezogen und hält genug Energie bereit, um einen kleinen Hammer gegen ein Resonanzblech oder eine Glocke schlagen zu lassen. Der Mechanismus wird von einem separaten Zahnradwerk aktiviert, das zur eingestellten Zeit auslöst. Dieses Prinzip ähnelt dem klassischer Weckeruhren und benötigt keine Elektronik. Mechanische Alarmuhren sind aufwendiger konstruiert, gelten aber als faszinierende Beispiele traditioneller Uhrmacherkunst.
