Glashütte Original


Gemini

Das ist ein wunderbares Stück deutscher Uhrengeschichte! Hier haben wir eine klassische Damen-Armbanduhr der GUB (Glasshütter Uhrenbetriebe) aus der DDR-Zeit vor uns.

Bei historischen DDR-Uhren aus Glashütte verhält es sich mit den Nummern etwas anders als bei modernen Luxusuhren.

Zur Referenznummer / Gehäusenummer

  • Auf der Gehäuserückseite (Bild 20251128_143230.jpg) ist die Prägung 41 zu sehen. Das ist keine klassische, lange Referenznummer, sondern steht bei den GUB-Modellen typischerweise für die Gehäuseform bzw. die Gehäuseklassifizierung (oft in Verbindung mit der Vergoldung).
  • Eine eindeutige, heute noch digital katalogisierte Modellnummer im modernen Sinne gab es für diese alltäglichen Gebrauchsuhren damals meist nur auf den zugehörigen Papier-Garantiescheinen.

Das Uhrwerk (Das eigentliche Herzstück)

Das wichtigste Identifikationsmerkmal steht direkt auf dem Zifferblatt (zu sehen auf den Bildern 20251128_143202.jpg und 20251128_143613.jpg): 17 Rubis (17 Lagersteine). In dieser Uhr tickt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das legendäre GUB Kaliber 09-20.

  • Dieses mechanische Handaufzugswerk wurde ab 1971 speziell für Damenuhren in Glashütte entwickelt und bis zur Wende 1990 millionenfach verbaut. Es gilt als extrem robust, langlebig und wartungsfreundlich.

Was gibt es sonst über diese Uhr zu sagen?

  • Das Zifferblatt-Design: Dieses spezielle Design auf Bild 20251128_143212.jpg mit den drei asymmetrischen, grauen Längsstreifen auf der rechten Seite ist ein typisches Kind der 1970er / frühen 1980er Jahre. Es bricht den sonst sehr konservativen Stil der DDR-Uhren charmant auf und gibt der Uhr eine leicht sportlich-moderne Note der damaligen Epoche.
  • Der Schriftzug: Das geschwungene „Glashütte“ (Bild 20251128_143613.jpg) ohne den Zusatz „Original“ oder „GUB“ wurde vorwiegend in den späteren Jahrzehnten der DDR-Produktion genau so aufgedruckt, um den prestigeträchtigen Herkunftsort zu betonen – auch im Exportgeschäft.
  • Zustand & Gehäuse: Das Gehäuse ist goldplattiert (meistens mit einer Schichtdicke von 5 oder 10 Mikrometern). An den Bandanstößen (Lugs) auf Bild 20251128_143212.jpg sieht man etwas zeittypischen Abrieb der Vergoldung, was der Uhr aber einen ehrlichen Vintage-Charakter verleiht. Das montierte weiße Lederband ist ein späterer, moderner Ersatz.

Ein schönes, authentisches Sammlerstück, das die Alltagskultur und die solide Uhrmacherkunst der damaligen Zeit perfekt widerspiegelt!