Microbrand


Ein Microbrand in der Uhrenbranche ist in der Regel eine kleinere, unabhängige Marke, die außerhalb der großen Konzernstrukturen operiert und meist direkt an Endkunden verkauft. Der Begriff beschreibt weniger eine exakt messbare Größe als vielmehr eine Haltung oder ein Geschäftsmodell: Microbrands zeichnen sich durch eine starke Fokussierung auf Design, ein engagiertes Gründerteam und begrenzte Produktionskapazitäten aus. Sie setzen oft auf Direktvertrieb, soziale Medien und Community-Nähe statt auf traditionelle Vertriebskanäle wie Fachhandel oder Konzessionäre.

Ein exakter Schwellenwert in Bezug auf Umsatz oder Stückzahl existiert nicht, aber grob gesagt bewegen sich Microbrands meist im niedrigen bis mittleren siebenstelligen Umsatzbereich pro Jahr, und produzieren oft nur einige Hundert bis wenige Tausend Uhren jährlich. Wenn eine Marke regelmäßig hohe Stückzahlen verkauft – etwa im fünfstelligen Bereich jährlich – und eine professionelle Vertriebsstruktur mit stationären Händlern und internationalen Märkten etabliert hat, verlässt sie in der Regel die Kategorie eines Microbrands und wird eher als unabhängige Uhrenmarke oder aufstrebender Mittelständler wahrgenommen. Entscheidend ist also nicht nur der Umfang des Geschäfts, sondern auch, wie es strukturiert ist und wie die Marke sich positioniert.


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