Platin


Platin spielt in der Welt der Uhren eine besondere Rolle, weil es nicht nur technisch, sondern auch symbolisch heraussticht. Es ist deutlich seltener als Gold und spürbar schwerer als Stahl, was bei einer Uhr sofort ein Gefühl von Substanz und Wertigkeit vermittelt. Die Farbe ist natürlich weiß und benötigt keine Rhodium-Beschichtung wie Weißgold. Durch seine hohe Dichte und Korrosionsbeständigkeit eignet sich Platin hervorragend für Gehäuse, auch wenn es weicher als Stahl ist. Kratzer dringen meist nicht tief ein, sondern verschieben eher das Material, wodurch sich die Oberfläche gut wieder aufarbeiten lässt.

Hersteller setzen Platin oft für die Spitzenmodelle einer Serie ein, meist in kleinen Auflagen, um Exklusivität zu unterstreichen. Während Gold am Handgelenk auffällt, bleibt Platin dezent – ein Understatement, das Kenner sofort schätzen. Manche Marken geben ihren Platinmodellen besondere Merkmale, etwa eisblaue Zifferblätter bei Rolex oder spezielle Gravuren bei A. Lange & Söhne. Sammler erkennen Platinuhren oft allein am Gewicht, noch bevor sie einen Blick auf das Zifferblatt werfen.

Platin entwickelt mit der Zeit eine sanfte Patina, die viele Liebhaber bewusst erhalten, weil sie den Charakter einer Uhr unterstreicht. Auch wenn das Material äußerst widerstandsfähig ist, empfiehlt sich eine gelegentliche, vorsichtige Reinigung. Preislich liegt Platin meist über Gold, und Platinuhren halten ihren Wert sehr gut, besonders wenn sie limitiert sind oder aus einer begehrten Referenzreihe stammen. Auf dem Markt sind sie selten, weil die Hersteller die Produktionsmengen bewusst gering halten – was die Faszination noch verstärkt.


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