Gehäuse | Body
Beim Gehäuse (Uhrenkörper) von Armbanduhren kommen verschiedene Materialien zum Einsatz, je nach Einsatzzweck, Design und Preisklasse. Jedes Material hat eigene Vor- und Nachteile.
- Edelstahl ist der Klassiker unter den Materialien. Er ist robust, korrosionsbeständig und wirkt hochwertig. Gleichzeitig ist er relativ schwer, was manche als wertig empfinden, andere aber als störend empfinden können.
- Titan wird vor allem wegen seines geringen Gewichts und seiner Hautfreundlichkeit geschätzt. Es ist stärker als Edelstahl, aber auch teurer und anfälliger für Kratzer in unbehandeltem Zustand.
- Keramik bietet eine extrem harte, kratzfeste Oberfläche und behält lange ihren Glanz. Sie ist hypoallergen, kann aber bei starkem Stoß brechen, da sie spröde ist. Außerdem ist sie schwerer zu verarbeiten, was sich im Preis widerspiegelt.
- Aluminium ist leicht, gut formbar und kann farbig eloxiert werden. Es ist weniger kratzfest und nicht so widerstandsfähig wie andere Metalle, kommt aber oft bei sportlichen oder modischen Uhren zum Einsatz.
- Kunststoff oder Resin findet man vor allem bei Sport- oder Outdoor-Uhren. Es ist sehr leicht, stoßfest und günstig, wirkt dafür aber weniger edel und kann mit der Zeit altern oder spröde werden.
- Carbon bzw. Verbundwerkstoffe auf Kohlenstoffbasis sind sehr leicht, extrem stabil und stoßfest. Sie werden oft bei High-End-Sportuhren verwendet, sind aber kostspielig in der Herstellung.
- Gold und Platin werden in der Luxusuhrenherstellung verwendet. Sie wirken edel und sind korrosionsbeständig, aber sehr weich und kratzanfällig, besonders bei reinem Gold. Auch ihr Gewicht und Preis sind deutlich höher.
- Bronze entwickelt mit der Zeit eine Patina, die ihr ein einzigartiges Aussehen verleiht. Sie ist robust, kann aber mit der Haut reagieren und abfärben, weshalb sie eher bei Liebhaberstücken zum Einsatz kommt.
Die Wahl des Gehäusematerials beeinflusst also nicht nur das Aussehen, sondern auch Gewicht, Komfort, Langlebigkeit und Preis der Uhr.
Das Gehäuse einer Armbanduhr ist das äußere „Gehäuse“ oder der Körper, in dem das Uhrwerk sitzt. Es schützt das empfindliche Innenleben – also das mechanische oder elektronische Uhrwerk – vor Staub, Feuchtigkeit, Stößen und anderen Einflüssen. Gleichzeitig bestimmt das Gehäuse ganz wesentlich das Aussehen, die Haptik und das Tragegefühl der Uhr.
Ein Uhrengehäuse besteht meist aus Metall, etwa Edelstahl, Titan, Gold oder auch Keramik, kann aber je nach Uhrentyp auch aus Kunststoff, Bronze oder Carbon gefertigt sein. Es umfasst mehrere Teile: den Mittelteil, in dem das Werk eingebaut ist, den Gehäuseboden, der entweder verschraubt oder gepresst ist, und die Lünette, also den Ring rund um das Uhrglas. Auf der Vorderseite schließt das Gehäuse mit dem Uhrglas ab – oft aus Saphir, Mineral oder Acryl.
Wichtig ist auch, dass das Gehäuse die Wasserdichtigkeit der Uhr gewährleistet. Je nach Bauart kann es Spritzwasser, Duschen, Schwimmen oder sogar Tauchen standhalten – entscheidend sind Dichtungen und Verarbeitung. Auch die Größe, Form und Oberflächenbearbeitung (z. B. poliert, gebürstet, matt) des Gehäuses beeinflussen den Stil einer Uhr stark: sportlich, elegant, massiv oder dezent.
Kurz gesagt: Das Gehäuse ist nicht nur das schützende „Zuhause“ des Uhrwerks, sondern auch das Gesicht und Rückgrat der Uhr – technisch funktional und gestalterisch entscheidend zugleich.
| Wikipedia: Uhrengehäuse | LINK |
Bildquelle: taoxuan-60
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