Maurice Lacroix
Kurzvorstellung
Der Schweizer Uhrenhersteller Maurice Lacroix zählt zu den vergleichsweise jungen, aber ambitionierten Marken der Haute Horlogerie. Gegründet wurde das Unternehmen 1975 als Marke der in Zürich ansässigen Desco von Schulthess AG, die zuvor bereits erfolgreich im internationalen Uhrenhandel tätig war. Der Firmensitz befindet sich in Saignelégier im Schweizer Jura, einer Region mit langer Tradition in der Uhrmacherkunst. Von Beginn an verfolgte Maurice Lacroix das Ziel, hochwertige Schweizer Uhren mit eigenständigem Design und solider Technik zu verbinden.
In den 1990er-Jahren begann die Marke verstärkt mit der Entwicklung eigener Werke und Komplikationen. Mit der Einführung der „Les Mécaniques“-Linie – später als Masterpiece-Kollektion bekannt – etablierte sich Maurice Lacroix im anspruchsvollen Segment mechanischer Uhren. Besonders hervorzuheben sind aufwendig konstruierte Retrograde-Anzeigen, Mondphasen und skelettierte Werke, die den hohen technischen Anspruch der Manufaktur unterstreichen. Die Masterpiece-Modelle stehen bis heute für Kreativität und traditionelle Uhrmacherkunst.
Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war die Präsentation des ersten vollständig eigenen Manufakturkalibers im Jahr 2006. Damit unterstrich Maurice Lacroix seine technische Kompetenz und den Anspruch, mehr als nur ein Designlabel zu sein. Die Fertigungstiefe im eigenen Haus ermöglicht eine präzise Qualitätskontrolle und kontinuierliche Weiterentwicklung mechanischer Innovationen.
Neben der Haute-Horlogerie-Linie hat sich insbesondere die Aikon-Kollektion zu einem zentralen Bestandteil des Erfolgs entwickelt. Mit ihrem markanten Gehäuse, der integrierten Lünette und dem sportlich-eleganten Charakter trifft sie den Geschmack einer modernen, urbanen Kundschaft. Die Aikon-Modelle sind sowohl mit Automatik- als auch mit Quarzwerken erhältlich und positionieren sich im gehobenen mittleren Preissegment. Ihr Design greift Elemente eines früheren Klassikers der Marke auf und interpretiert sie zeitgemäß neu.
Maurice Lacroix legt großen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Preis und Leistung. Während viele Schweizer Luxusmarken preislich deutlich höher angesiedelt sind, bietet Maurice Lacroix anspruchsvolle Technik, hochwertige Materialien wie Edelstahl oder Saphirglas und sorgfältige Verarbeitung zu vergleichsweise zugänglichen Konditionen. Diese Strategie hat der Marke insbesondere bei jüngeren Uhrenliebhabern zu internationaler Bekanntheit verholfen.
Heute ist Maurice Lacroix in über 60 Ländern vertreten und wird seit 2011 mehrheitlich von der DKSH Holding unterstützt, einem Schweizer Marktexpansionsdienstleister. Trotz der globalen Ausrichtung bleibt das Unternehmen seinen jurassischen Wurzeln treu und fertigt weiterhin einen Großteil seiner Uhren in der eigenen Produktionsstätte.
Maurice Lacroix steht für Innovationsfreude, technisches Know-how und modernes Design innerhalb der Schweizer Uhrmacherkunst. Die Marke verbindet traditionelle Mechanik mit zeitgemäßer Ästhetik und bietet eine attraktive Alternative zwischen klassischer Luxusmanufaktur und modischer Lifestyle-Uhr. Damit hat sie sich einen festen Platz im internationalen Uhrenmarkt erarbeitet.
Von Maurice Lacroix hatte ich folgende Modelle.
| Hersteller | Maurice Lacroix Holding AG, operativ geführt über Maurice Lacroix SA |
| Anschrift Zentrale | Sitz laut Wikipedia: Zürich & Saignelégier mit Produktionsstandort in Montfaucon. Firmenhauptsitz ist in Zürich (Holding) und Saignelégier, Schweiz |
| Website | https://www.mauricelacroix.com/de_de/ |
| Wikipedia | https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Lacroix |
| Keine zentrale E‑Mailadresse öffentlich; Kontakt üblicherweise über Website-Kontaktformulare. | |
| Gründungsdatum | 1975 gegründet als Uhrenmarke durch Desco von Schulthess in Saignelégier; juristisch eigenständig seit 2001 |
| Zielgruppe | Stil- & qualitätsbewusste Uhrenliebhaber im mittleren bis gehobenen Segment (1 000–3 000 CHF) Focus auf Millennials und Gen Z mit urbanem Lifestyle ("Aikon"), aber auch Liebhaber mechanischer Manufakturwerk. |
| Preisniveau |
|
| Verkaufte Stückzahlen | Ca. 120 000 Uhren jährlich, davon etwa 50 000 mechanisch; laut weiteren Quellen auch bis 150 000/Jahr (inkl. 110 000 Quarz). |
| Verwendete Werke | Eigene mechanische Manufakturkaliber (wie ML106, Automatikwerke) seit 2006. Mechanik- und Quarzwerktypen: Basiskomponenten from ETA/Unitas sowie eigene Kaliber aus Saignelégier/Montfaucon |
| Umsatz | Projektierter Umsatz 2013: rund 99,8 Mio CHF; rund 100 Mio CHF bei DKSH-Übernahme 2011 Aktuelle Umsätze nicht öffentlich. Geschäftsführer Stéphane Waser erwähnt, dass heute schwarze Zahlen geschrieben werden, ohne konkrete neue Jahreszahlen |
| Gehört zu | Weltweit etwa 200–250, davon rund 170–150 in Saignelégier / Montfaucon, insgesamt ca. 220–250 |
| Anzahl Mitarbeiter | Aktuell ca. 108–114 Mitarbeitende in Schramberg |
| Sonstiges |
|
