Schritt-für-Schritt-Checkliste zur Erkennung von Rolex-Fälschungen


  1. Herkunft und Papiere prüfen: Frage nach Kaufbeleg, Garantiekarte, Box und Service-Rechnungen. Vergleiche die Serien- und Referenznummern auf den Papieren mit denen an der Uhr; gleiche Nummern sind wichtig, aber Achtung — auch Papiere werden gefälscht.
  2. Preis-Realitätscheck: Wenn der Preis deutlich unter Marktwert liegt, ist Vorsicht geboten. „Zu schön, um wahr zu sein“ ist ein starker Warnhinweis.
  3. Hochauflösende Fotos oder die Uhr genau anschauen: Vergleiche Zifferblatt, Zeiger, Indexe und Lünette mit offiziellen Fotos des entsprechenden Referenzmodells. Kleine Abweichungen bei Schrift, Proportionen oder Logo verraten oft Fakes.
  4. Drucke und Schrift prüfen: Alle Beschriftungen auf dem Zifferblatt müssen scharf, gleichmäßig und korrekt positioniert sein. Wisch- oder Druckunregelmäßigkeiten, unsaubere Ränder oder falsch proportionierte Schrift sind verdächtig.
  5. Datum und Cyclops-Lupe kontrollieren: Bei echten Modellen vergrößert die Lupe das Datum deutlich (bei vielen Modellen ca. zweieinhalbfach). Eine schwache Vergrößerung, falsche Datumsfont oder unsaubere Zentrierung sind Hinweise auf eine Fälschung.
  6. Krone und Schraubkrone testen: Die Aufzugskrone sollte sauber graviert sein, geschmeidig einschrauben und festen Halt bieten. Raues Gewinde oder ein wackelnder Sitz sind verdächtig.
  7. Saphirglas und Mikro-Kronensignet prüfen: Viele neuere Rolex haben eine winzige, lasergeätzte Krone im Glas bei 6 Uhr — mit Lupe und Gegenlicht sichtbar. Fehlt sie nicht zwangsläufig bei allen Modellen (Ausnahmen möglich), aber unsaubere oder fehlende Markierungen sind ein Indiz.
  8. Gehäuseboden anschauen: Die meisten modernen Rolex haben einen glatten Boden ohne Durchsicht oder auffällige Gravuren. Sichtböden oder auffällige Gravuren sind in der Regel untypisch (bei Vintage-/Sondermodellen gibt es Ausnahmen).
  9. Serien- und Referenznummern begutachten: Die Gravuren müssen scharf, tief und präzise sein (kein flacher „Stempel“). Serien-/Referenznummern sollten dort erscheinen, wo dieses Modelljahr sie üblicherweise hat; stimmen die Nummern nicht mit den Papieren überein, Alarm.
  10. Armband und Bandanstöße prüfen: Bei echten Rolex sind die Bandglieder massiv (keine dünnen, hohlen Glieder), Endlinks sitzen passgenau und die Oberfläche ist hochwertig verarbeitet. Die Schließe sollte sauber graviert sein und eine stabile Feineinstellung besitzen.
  11. Gewicht und Finish fühlen: Echte Rolex wirken solide und ausgewogen im Gewicht; die Oberflächenbearbeitung (poliert/satiniert) ist sauber abgegrenzt, Kanten sind fein entgratet. Sehr leichtes Gewicht oder grobe Verarbeitung sind rote Flaggen.
  12. Leuchtmasse und Sekundenlauf beobachten: Die Leuchtkraft sollte gleichmäßig sein; der Sekundenzeiger läuft mechanisch relativ gleichmäßig (bei Automatik-Werken kein hektisches „Hüpfen“). Das allein ist kein Beweis, aber ein Hinweis.
  13. Werk prüfen lassen: Öffnen nur durch Fachmann. Ein Uhrmacher kann das Werk identifizieren — echte Rolex-Kaliber haben spezifische Baugruppen, Finissierungen und Gravuren. Ein generisches, grob gefertigtes Werk ist eindeutiger Beleg für eine Fälschung.
  14. Modell­spezifische Details kontrollieren: Manche Modelle haben charakteristische Merkmale (Keramiklünette, bestimmte Gravuren auf dem Rehaut, spezielle Zeigerformen). Informiere dich modellbezogen und vergleiche punktgenau.
  15. Letzte Absicherung durch Profi: Wenn wenigstens ein prüfender Punkt unsicher ist, lasse die Uhr von einem autorisierten Konzessionär oder einem erfahrenen Uhrmacher öffnen und schriftlich begutachten. Kaufe nicht ohne klare Bestätigung der Echtheit.
  16. Im Zweifel:  Kaufe nicht!

Rolex-Fakes aufgedeckt: Diese Details verraten jede Fälschung! Ein Video von Ralf Häffner.