Spiralfeder | Zugfeder
Die Spiralfeder ist das Herzstück des Uhrwerks, genauer gesagt des Gangreglers. Sie sitzt zusammen mit der Unruh im sogenannten Unruh-Spiralsystem. Ihre Aufgabe besteht darin, die Schwingungen der Unruh gleichmäßig zu steuern, sodass die Uhr die Zeit präzise misst. Wenn sich die Unruh bewegt, zieht die Spiralfeder sie immer wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Dieses Wechselspiel erzeugt die rhythmischen Schwingungen, die man bei einer mechanischen Uhr am Ticken erkennt.
Die Qualität und Beschaffenheit der Spiralfeder sind entscheidend für die Genauigkeit einer Uhr. Traditionell wurden sie aus speziellen Stahllegierungen gefertigt, die allerdings empfindlich auf Magnetfelder oder Temperaturschwankungen reagieren können. Moderne Spiralfedern bestehen oft aus Silizium oder amagnetischen Legierungen, wodurch sie stabiler, unempfindlicher und langlebiger sind. Besonders wichtig ist auch die Geometrie: schon kleinste Abweichungen oder asymmetrische Kräfte können zu Gangabweichungen führen.
Für Uhrmacher gilt die Spiralfeder als eine der heikelsten Komponenten, weil sie hauchdünn und extrem empfindlich ist. Ein winziger Knick oder eine falsche Spannung kann das gesamte Uhrwerk aus dem Gleichgewicht bringen. Gleichzeitig ist sie ein Meisterwerk der Feinmechanik, denn ihr gleichmäßiges Atmen bestimmt, ob eine Uhr Sekunden genau oder Minuten ungenau läuft.
| Wikipedia: Unruh (Uhr) - Spirale | LINK |
