Moiré - Effekt
Der Moiré-Effekt ist ein optisches Phänomen, das entsteht, wenn sich zwei regelmäßige Muster – zum Beispiel Gitter, Linien oder Raster – überlagern und dabei scheinbar neue Muster oder Bewegungen erzeugen, die nicht real vorhanden sind.
Typischerweise passiert das, wenn zwei halbtransparente Gitter mit leicht unterschiedlichen Winkeln oder Abständen übereinandergelegt werden. Das menschliche Auge nimmt dann störende Wellenmuster, Verzerrungen oder scheinbare Bewegungen wahr. Gerade Linien wirken zum Beispiel plötzlich gekrümmt oder verschwommen.
Moiré-Effekt: Beispiele aus dem Alltag
Bei sehr feinen Linien auf dem Ziffernblatt einer Armbanduhr.
Bei gedruckten Bildern oder Scans: Wenn man ein Bild mit einem Rasterdruck scannt, entstehen oft Moiré-Muster.
Auf Stoffen oder Kleidung mit feinen Mustern: Wenn sich z. B. Streifenhemden auf Fotos überlagern.
Auf Bildschirmen und Kamerasensoren: Wenn die Pixelstruktur der Kamera mit der Struktur eines Displays oder Musters interferiert.
In der Kunst oder Architektur: Manche Designs nutzen den Effekt gezielt für visuelle Illusionen.
Moiré-Effekt: Warum erscheinen gerade Linien verzerrt
Das liegt daran, dass das Auge (und auch eine Kamera) nicht mehr sauber unterscheiden kann, wo eine Linie aufhört und wo die nächste anfängt. Die Überlagerung erzeugt visuelle Täuschungen – das Gehirn interpretiert sie als Bewegung, Verzerrung oder Wellenform.
| Wikipedia Moiré-Effekt: | LINK |
Moiré-Effekt.Bildquelle: Autoreninformation
