ETA Uhrwerke
Einführung in ETA-Uhrwerke – Das Herz der Schweizer Uhrmacherei
Die Schweizer Uhrenindustrie ist weltbekannt für ihre Präzision, Qualität und Innovationskraft. Im Zentrum vieler mechanischer und Quarzuhren stehen die Uhrwerke von ETA SA Manufacture Horlogère Suisse, dem traditionsreichen Hersteller, der seit über 100 Jahren für zuverlässige und vielseitige Kaliber sorgt. ETA-Uhrwerke bilden dabei das Herzstück unzähliger Armbanduhren und bieten sowohl mechanische als auch elektronische Lösungen für unterschiedliche Preisklassen, Designs und Komplikationen.
Wichtige ETA Uhrwerke:
- ETA 2000-1 Uhrwerk – Kompakt und zuverlässig
- ETA 2824-2 Uhrwerk – Einer der Klassiker der Schweizer Uhrmacherei
- ETA 2841-A2 Uhrwerk – Ein seltenes Automatikwerk von ETA
- ETA 2892-A2 Uhrwerk – Flach, präzise und hochwertig
- ETA/Valjoux 7001 Uhrwerk – Schlankes Handaufzugswerk mit Tradition
- ETA/Valjoux 7733 Uhrwerk – Klassischer Chronograph der 1960er-Jahre
- ETA/Valjoux 7734 Uhrwerk – Chronograph mit Datumsfunktion
- ETA/Valjoux 7736 Uhrwerk – Chronograph mit erweiterten Zählern
- ETA/Valjoux 7750 Uhrwerk – Der moderne Chronographenklassiker
- ETA/Valjoux 7751 Uhrwerk
- Valgranges A07.111 Uhrwerk
- ETA C01.211 Uhrwerk
- ETA 251.232 Uhrwerk
- ETA 205.911 Uhrwerk
ETA 2000-1 Uhrwerk – Kompakt und zuverlässig
Das Automatikwerk ETA 2000-1 gehört zu den kleineren mechanischen Kalibern des Schweizer Herstellers ETA SA Manufacture Horlogère Suisse. Es wurde vor allem für kompaktere Armbanduhren entwickelt und ist aufgrund seiner Zuverlässigkeit und relativ flachen Bauweise bei vielen Herstellern beliebt.
Mit einem Durchmesser von etwa 19,4 Millimetern und einer Höhe von rund 3,6 Millimetern zählt das Werk zu den eher kleinen Automatikwerken. Dadurch eignet es sich besonders gut für kleinere Gehäusegrößen, wie sie häufig bei klassischen Damen- oder Unisex-Uhren verwendet werden. Trotz seiner kompakten Bauform bietet das Werk eine vollständige Automatikfunktion sowie eine Datumsanzeige.
Das ETA 2000-1 arbeitet mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz). Diese relativ hohe Schlagzahl sorgt für eine stabile Ganggenauigkeit und einen ruhigen Lauf des Sekundenzeigers. Die Gangreserve liegt typischerweise bei etwa 38 bis 40 Stunden.
Wie viele Werke von ETA ist auch das 2000-1 in unterschiedlichen Qualitätsstufen erhältlich. Diese reichen von der Standardversion bis hin zu höher regulierten Varianten mit besserer Ganggenauigkeit und hochwertigeren Bauteilen.
Aufgrund seiner Zuverlässigkeit wurde dieses Werk in zahlreichen Uhren verschiedener Hersteller eingesetzt. Beispiele für Modelle mit dem ETA 2000-1 sind unter anderem bestimmte Varianten der Tissot PR 100 Automatic, kleinere Modelle der Mido-Kollektionen sowie einige Damenmodelle von Certina.
Das ETA 2000-1 gilt daher als solides und bewährtes Automatikwerk für kompakte mechanische Uhren. Seine Kombination aus geringer Bauhöhe, zuverlässiger Technik und guter Ersatzteilversorgung macht es für viele Hersteller zu einer praktischen Wahl.
ETA 2824-2 Uhrwerk – Einer der Klassiker der Schweizer Uhrmacherei
Das Automatikwerk ETA 2824-2 zählt zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten mechanischen Uhrwerken der modernen Uhrenindustrie. Entwickelt vom Schweizer Hersteller ETA SA Manufacture Horlogère Suisse, gilt es seit Jahrzehnten als zuverlässiges Standardwerk für hochwertige mechanische Armbanduhren.
Das Kaliber besitzt einen Durchmesser von 25,6 Millimetern und eine Bauhöhe von etwa 4,6 Millimetern. Es verfügt über automatischen Aufzug, Sekundenstopp sowie eine Datumsanzeige mit Schnellverstellung. Die Frequenz liegt bei 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, was zu einem gleichmäßigen Lauf des Sekundenzeigers beiträgt.
Die Gangreserve des ETA 2824-2 beträgt in der Regel etwa 38 bis 40 Stunden. Ein wichtiges Merkmal dieses Werkes ist seine robuste Konstruktion. Es gilt als besonders wartungsfreundlich und lässt sich von vielen Uhrmachern problemlos regulieren und reparieren. Diese Eigenschaften haben maßgeblich zu seiner großen Verbreitung beigetragen.
Das Werk wird in mehreren Qualitätsstufen produziert, darunter Standard, Elaboré, Top und Chronometer. Höhere Qualitätsstufen werden sorgfältiger reguliert und können eine besonders hohe Ganggenauigkeit erreichen.
Zahlreiche bekannte Uhrenmodelle nutzen das ETA 2824-2 oder basieren auf diesem Kaliber. Beispiele sind unter anderem die Tissot Le Locle Automatic, verschiedene Modelle der Hamilton-Kollektionen sowie ältere Versionen der Steinhart Ocean One.
Aufgrund seiner Zuverlässigkeit, Präzision und großen Verfügbarkeit hat sich das ETA 2824-2 zu einem echten Klassiker entwickelt. Für viele Uhrenliebhaber gilt es als eines der wichtigsten Standardwerke der modernen mechanischen Uhrmacherei.
ETA 2841-A2 Uhrwerk – Ein seltenes Automatikwerk von ETA
Das ETA 2841-A2 ist ein mechanisches Automatikwerk des Schweizer Herstellers ETA SA Manufacture Horlogère Suisse. Es gehört zur bekannten 28xx-Werkfamilie und wurde als Variante mit zusätzlichen Kalenderfunktionen entwickelt.
Das Werk besitzt einen Durchmesser von etwa 25,6 Millimetern und arbeitet mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Wie andere Kaliber dieser Baureihe verfügt es über automatischen Aufzug sowie eine Datumsanzeige. Zusätzlich bietet das 2841-A2 eine Wochentagsanzeige, wodurch es zu den sogenannten Day-Date-Werken zählt.
Die Gangreserve liegt typischerweise bei rund 38 Stunden. Die Konstruktion basiert auf der robusten Technik der ETA-Standardwerke und gilt als zuverlässig sowie relativ wartungsfreundlich. Aufgrund seiner Bauweise lässt sich das Werk gut regulieren und ist für den täglichen Gebrauch ausgelegt.
Im Vergleich zu bekannteren ETA-Kalibern wurde das 2841-A2 jedoch deutlich seltener eingesetzt. Deshalb findet man es in weniger Uhrenmodellen als beispielsweise das ETA 2824-2.
Einige Uhren mit diesem Werk stammen beispielsweise von Marken wie Tissot oder Certina, die in bestimmten älteren Day-Date-Modellen auf dieses Kaliber zurückgriffen. Auch einzelne Modelle kleinerer Schweizer Hersteller nutzten das Werk zeitweise.
Das ETA 2841-A2 ist daher ein interessantes, aber weniger verbreitetes Mitglied der ETA-Werkfamilie. Für Sammler und Liebhaber mechanischer Uhren kann es besonders reizvoll sein, da es eine Kombination aus bewährter ETA-Technik und relativ seltener Verwendung darstellt.
ETA 2892-A2 Uhrwerk – Flach, präzise und hochwertig
Das Automatikwerk ETA 2892-A2 gehört zu den hochwertigeren Standardwerken des Schweizer Herstellers ETA SA Manufacture Horlogère Suisse. Es gilt als besonders präzise, flach konstruiert und wird häufig als Basis für hochwertige Uhren oder zusätzliche Komplikationen verwendet.
Mit einem Durchmesser von 25,6 Millimetern und einer Bauhöhe von nur etwa 3,6 Millimetern ist das ETA 2892-A2 deutlich flacher als viele andere Automatikwerke. Diese Bauweise macht es besonders attraktiv für elegante oder schlanke Armbanduhren.
Das Werk arbeitet ebenfalls mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und bietet eine Gangreserve von etwa 42 Stunden. Es verfügt über automatischen Aufzug, Sekundenstopp und eine Datumsanzeige. Aufgrund seiner präzisen Konstruktion wird es oft sehr genau reguliert und erreicht eine hohe Gangstabilität.
Ein weiterer Vorteil des ETA 2892-A2 liegt in seiner modularen Erweiterbarkeit. Viele Hersteller verwenden es als Basiswerk und ergänzen darauf zusätzliche Module für Komplikationen wie Chronographen, Mondphasenanzeigen oder Kalenderfunktionen.
Das Kaliber findet sich in zahlreichen hochwertigen Uhrenmodellen verschiedener Hersteller. Beispiele sind etwa die Longines Master Collection Automatic, bestimmte Modelle der Omega-Kollektionen in früheren Generationen sowie Uhren der Marke IWC Schaffhausen, die das Werk teilweise als Grundlage für modifizierte Kaliber nutzten.
Dank seiner flachen Bauweise, seiner Präzision und seiner technischen Qualität zählt das ETA 2892-A2 zu den angesehensten Standardwerken der Schweizer Uhrmacherei und wird häufig in gehobenen mechanischen Armbanduhren eingesetzt.
ETA/Valjoux 7001 Uhrwerk – Schlankes Handaufzugswerk mit Tradition
Das Handaufzugswerk ETA/Unitas 7001 gehört zu den klassischen mechanischen Uhrwerken der Schweizer Uhrenindustrie. Ursprünglich wurde es vom traditionsreichen Werkhersteller Valjoux entwickelt und später von ETA SA Manufacture Horlogère Suisse weiter produziert. Aufgrund seiner flachen Bauweise und seiner zuverlässigen Konstruktion wird das Werk bis heute von zahlreichen Uhrenherstellern verwendet.
Das Kaliber besitzt einen Durchmesser von etwa 23,3 Millimetern und eine Höhe von rund 2,5 Millimetern. Damit zählt es zu den besonders flachen Handaufzugswerken, was es ideal für elegante Dresswatches macht. Das Werk arbeitet mit einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und bietet eine Gangreserve von ungefähr 42 Stunden.
Technisch ist das ETA/Unitas 7001 relativ schlicht aufgebaut. Es verfügt über Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige, wobei die kleine Sekunde meist auf der Position „6 Uhr“ angezeigt wird. Gerade diese klassische Anordnung macht das Werk besonders attraktiv für minimalistische oder traditionelle Uhrendesigns.
Viele Hersteller schätzen das 7001 auch deshalb, weil es sich gut dekorieren und modifizieren lässt. Durch Veredelungen wie Genfer Streifen, gebläute Schrauben oder gravierte Brücken wird das Werk häufig sichtbar durch einen Glasboden präsentiert.
Bekannte Uhren mit diesem Werk sind beispielsweise:
- Nomos Tangente (frühere Modelle mit modifiziertem 7001 als Basis)
- Junghans Max Bill Handaufzug
- Stowa Antea KS Handaufzug
Durch seine schlanke Bauweise, seine Zuverlässigkeit und seine klassische Konstruktion gilt das ETA/Unitas 7001 als eines der beliebtesten Handaufzugswerke für elegante mechanische Armbanduhren.
ETA/Valjoux 7733 Uhrwerk – Klassischer Chronograph der 1960er-Jahre
Das Chronographenwerk ETA/Valjoux 7733 gehört zu den bekanntesten mechanischen Chronographenkalibern der 1960er- und 1970er-Jahre. Entwickelt vom Schweizer Hersteller Valjoux, wurde es später von ETA SA Manufacture Horlogère Suisse weiter produziert und in zahlreichen Chronographen eingesetzt.
Das Werk ist ein mechanischer Chronograph mit Handaufzug und besitzt einen Durchmesser von etwa 31 Millimetern. Es arbeitet mit einer Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde. Typischerweise verfügt das Kaliber über eine zentrale Chronographensekunde sowie einen 30-Minuten-Zähler.
Ein besonderes Merkmal des 7733 ist sein sogenannter Nockensteuerungsmechanismus. Anders als bei aufwendigeren Chronographen mit Schaltrad steuert ein Nockensystem die Start-, Stopp- und Resetfunktionen des Chronographen. Diese Konstruktion gilt als robust, relativ einfach zu warten und zuverlässig im täglichen Gebrauch.
In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde das Werk von vielen Herstellern genutzt, insbesondere für sportliche Chronographen im Motorsport- oder Fliegerstil.
Bekannte Uhren mit dem Valjoux 7733 sind unter anderem:
- Heuer Camaro Chronograph
- Yema Rallygraf Chronograph
- Breitling Top Time 810
Heute gilt das Valjoux 7733 als klassisches Vintage-Chronographenwerk und ist besonders bei Sammlern mechanischer Chronographen sehr geschätzt.
ETA/Valjoux 7734 Uhrwerk – Chronograph mit Datumsfunktion
Das ETA/Valjoux 7734 ist eine Weiterentwicklung des bekannten Chronographenkalibers 7733. Entwickelt wurde es ebenfalls vom Schweizer Werkhersteller Valjoux und später von ETA SA Manufacture Horlogère Suisse produziert.
Technisch basiert das 7734 weitgehend auf dem 7733, ergänzt jedoch eine zusätzliche Datumsfunktion. Diese Erweiterung machte das Werk besonders attraktiv für Hersteller, die einen funktionalen Chronographen mit zusätzlichem Alltagsnutzen anbieten wollten.
Das Werk besitzt einen Durchmesser von rund 31 Millimetern und arbeitet mit einer Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde. Wie beim 7733 erfolgt die Steuerung des Chronographen über ein Nockensystem. Diese Bauweise sorgt für eine robuste Konstruktion und eine vergleichsweise einfache Wartung.
Typischerweise verfügt das Werk über eine zentrale Chronographensekunde sowie einen 30-Minuten-Zähler. Das Datum wird meist über ein kleines Fenster im Zifferblatt angezeigt, häufig auf der Position „3 Uhr“.
Das Valjoux 7734 wurde in zahlreichen Chronographen der 1960er- und 1970er-Jahre eingesetzt. Beispiele sind:
- Heuer Carrera 1153 (Vintage Varianten)
- Hamilton Chronograph Buren/Valjoux Modelle
- Tissot Seastar Chronograph 7734
Heute gehört das Valjoux 7734 zu den beliebten Vintage-Chronographenwerken und wird von Sammlern besonders wegen seiner klassischen Konstruktion geschätzt.
ETA/Valjoux 7736 Uhrwerk – Chronograph mit erweiterten Zählern
Das ETA/Valjoux 7736 ist ein weiteres Chronographenkaliber aus der bekannten Valjoux-773x-Werkfamilie. Es wurde vom Schweizer Hersteller Valjoux entwickelt und später von ETA SA Manufacture Horlogère Suisse weitergeführt.
Das Werk ist ein mechanischer Handaufzugschronograph und stellt eine erweiterte Version der Kaliber 7733 und 7734 dar. Der wichtigste Unterschied liegt in der zusätzlichen Zählerfunktion: Das 7736 besitzt drei Totalisatoren und ermöglicht damit neben der Sekunden- und Minutenmessung auch die Aufzeichnung von Stunden.
Die Frequenz beträgt 18.000 Halbschwingungen pro Stunde, was für Chronographen dieser Zeit typisch war. Auch hier kommt das robuste Nockensteuerungssystem zum Einsatz, das die Chronographenfunktionen steuert.
Durch die zusätzliche Stundenanzeige wurde das Werk besonders für längere Zeitmessungen interessant, beispielsweise im Motorsport oder bei wissenschaftlichen Anwendungen.
Bekannte Uhren mit diesem Werk sind beispielsweise:
- Heuer Autavia 1163 Vintage Chronograph
- Enicar Sherpa Graph Chronograph
- Gallet Multichron Chronograph
Heute gilt das Valjoux 7736 als klassisches Vintage-Chronographenwerk und wird besonders wegen seiner historischen Bedeutung und seiner robusten Konstruktion geschätzt.
ETA/Valjoux 7750 Uhrwerk – Der moderne Chronographenklassiker
Das ETA/Valjoux 7750 zählt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Chronographenwerken der modernen Uhrmacherei. Entwickelt wurde es Anfang der 1970er-Jahre vom Uhrmacher Edmond Capt für den Schweizer Hersteller Valjoux, der später Teil von ETA SA Manufacture Horlogère Suisse wurde.
Das Kaliber 7750 ist ein automatisches Chronographenwerk mit Datums- und häufig auch Wochentagsanzeige. Es besitzt einen Durchmesser von etwa 30 Millimetern und eine Bauhöhe von rund 7,9 Millimetern. Die Frequenz beträgt 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, wodurch ein ruhiger und präziser Lauf erreicht wird. Die Gangreserve liegt meist bei etwa 42 bis 44 Stunden.
Ein wesentliches Merkmal des 7750 ist seine Nockensteuerung. Anders als traditionelle Chronographen mit Schaltrad verwendet das Werk ein robustes Hebel- und Nockensystem. Diese Konstruktion gilt als besonders zuverlässig, langlebig und kosteneffizient in der Produktion.
Nachdem das Werk während der Quarzkrise zeitweise eingestellt wurde, erlebte es in den 1980er-Jahren ein starkes Comeback. Heute bildet das Valjoux 7750 die Grundlage für zahlreiche Chronographenwerke verschiedener Hersteller. Viele Marken modifizieren und veredeln das Werk für ihre eigenen Kaliber.
Bekannte Uhren mit dem Valjoux 7750 sind unter anderem:
- IWC Pilot’s Watch Chronograph
- Hamilton Khaki Field Auto Chronograph
- Tag Heuer Carrera Automatic Chronograph (frühere Modelle)
- Longines Master Collection Chronograph
- Sinn 103 Chronograph
- Fortis B‑42 Official Cosmonauts Chronograph
- Oris Williams F1 Chronograph
- Tissot PRC 200 Automatic Chronograph
- Steinhart Nav B‑Chrono
- Breitling Chronomat (ältere Modelle mit modifizierten 7750‑Basiskalibern)
Durch seine Robustheit, seine Zuverlässigkeit und seine vielseitige Modifizierbarkeit gilt das Valjoux 7750 heute als eines der wichtigsten Chronographenwerke der modernen Schweizer Uhrmacherei.
ETA/Valjoux 7751 Uhrwerk
Das ETA/Valjoux 7751 gehört zu den bekanntesten und komplexeren Automatik-Chronographenwerken der modernen Schweizer Uhrenindustrie. Es basiert konstruktiv auf dem berühmten Kaliber 7750, wurde jedoch um zahlreiche Kalender- und Zusatzfunktionen erweitert. Dadurch zählt es zu den vielseitigsten Serienwerken, die in mechanischen Armbanduhren eingesetzt werden.
Das Werk wurde in den 1980er-Jahren von Valjoux entwickelt und später unter dem Dach von ETA weiter produziert. Technisch handelt es sich um ein automatisches Chronographenwerk mit einem Durchmesser von etwa 30 mm und einer Höhe von rund 7,9 mm. Es arbeitet mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) und besitzt in der Regel 25 Lagersteine. Die Gangreserve liegt je nach Version bei ungefähr 44 bis 54 Stunden.
Besonders charakteristisch für das Kaliber 7751 ist seine Kombination aus Chronograph und vollständigem Kalender. Neben Stunden, Minuten und kleiner Sekunde verfügt es über eine zentrale Chronographensekunde sowie Zähler für 30 Minuten und 12 Stunden. Zusätzlich bietet das Werk eine Zeigerdatumsanzeige, Wochentag, Monat, eine Mondphasenanzeige und eine 24-Stunden-Anzeige. Diese Vielzahl an Funktionen macht das Werk zu einem sogenannten „Vollkalender-Chronographen“.
Wie beim 7750 erfolgt die Steuerung des Chronographen über eine robuste Nockenschaltung statt über ein Schaltrad. Diese Konstruktion gilt als besonders zuverlässig und wartungsfreundlich, weshalb das Kaliber auch bei intensiver Nutzung als langlebig gilt.
Durch seine hohe Funktionalität wird das ETA/Valjoux 7751 häufig in klassischen oder technisch gestalteten Chronographen eingesetzt.
Beispiele für Uhren mit ETA/Valjoux 7751:
- Longines Master Collection Moonphase Chronograph
- Tissot Carson Automatic Chronograph Moonphase
- Hamilton Jazzmaster Maestro Moonphase Chronograph
- Maurice Lacroix Masterpiece Chronograph Moonphase
- Raymond Weil Maestro Moonphase Chronograph
Valgranges A07.111 Uhrwerk
Das Valgranges A07.111 ist ein automatisches Chronographenwerk, das von ETA speziell für größere Armbanduhren entwickelt wurde. Während viele klassische Uhrwerke auf kleinere Gehäusedurchmesser ausgelegt sind, entstand die Valgranges-Serie als moderne Lösung für Uhren mit Durchmessern von über 44 mm.
Technisch basiert das A07.111 auf der Architektur des bekannten ETA/Valjoux 7750. Allerdings wurde das Werk deutlich vergrößert, um besser zu modernen Gehäusegrößen zu passen. Der Durchmesser liegt bei rund 36,6 mm, wodurch Zifferblattdesigns mit weiter auseinanderliegenden Totalisatoren möglich werden. Dies sorgt für eine harmonischere Optik bei großen Uhren.
Das Kaliber arbeitet mit automatischem Aufzug und erreicht üblicherweise eine Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Die Gangreserve liegt bei ungefähr 46 bis 48 Stunden. Zu den Funktionen gehören Stunden, Minuten, kleine Sekunde, Chronograph mit zentraler Stoppsekunde sowie Zähler für Minuten und Stunden. In vielen Varianten ist zusätzlich eine Datumsanzeige integriert.
Die Konstruktion orientiert sich stark am 7750-Prinzip mit Nockenschaltung für den Chronographen. Diese Bauweise gilt als äußerst robust und zuverlässig. Gerade bei sportlichen Chronographen oder großen Fliegeruhren wird das Valgranges-Werk deshalb häufig eingesetzt.
Die Valgranges-Serie wurde insbesondere von Marken verwendet, die große Uhren mit klassischer Chronographentechnik anbieten wollten, ohne ein komplett neues Werk entwickeln zu müssen.
Beispiele für Uhren mit Valgranges A07.111:
- Tissot T-Sport XXL Chronograph
- Hamilton Khaki Aviation XXL Chronograph
- Fortis B-42 Chronograph
- Oris BC4 Chronograph
- Glycine Airman Chronograph XXL
ETA C01.211 Uhrwerk
Das ETA C01.211 ist ein automatisches Chronographenwerk, das Ende der 2000er-Jahre entwickelt wurde. Ziel der Konstruktion war es, ein zuverlässiges Schweizer Chronographenwerk zu schaffen, das auch in preisgünstigeren mechanischen Uhren eingesetzt werden kann.
Das Werk wurde um 2008 vorgestellt und basiert konstruktiv auf Elementen des legendären Lemania-5100-Chronographen. Diese Konstruktion wurde jedoch vereinfacht und für eine kostengünstigere Serienproduktion angepasst. Dadurch entstand ein robustes Chronographenwerk mit relativ moderaten Produktionskosten.
Das Kaliber arbeitet mit automatischem Aufzug und besitzt eine Gangreserve von etwa 45 bis 46 Stunden. Die Frequenz liegt bei 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz). Im Vergleich zu vielen anderen Chronographenwerken verfügt es über nur 15 Lagersteine, was Teil der vereinfachten Konstruktion ist.
Zu den Funktionen gehören Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige sowie eine Chronographenfunktion mit zentraler Stoppsekunde. Zusätzlich besitzt das Werk Zähler für 30 Minuten und bis zu sechs Stunden sowie eine Datumsanzeige. Die Chronographensteuerung erfolgt über eine Nockenschaltung, ähnlich wie beim bekannten ETA 7750.
Das C01.211 wird vor allem von Marken der Swatch-Group eingesetzt und ist besonders in sportlichen Chronographen zu finden.
Beispiele für Uhren mit ETA C01.211:
- Tissot PRC 200 Automatic Chronograph
- Tissot T-Sport Couturier Chronograph
- Tissot MotoGP Automatic Chronograph
- Certina DS Podium Automatic Chronograph
- Hamilton Khaki Aviation Chronograph (einige Modelle)
ETA 251.232 Uhrwerk
Das ETA 251.232 ist ein Quarz-Chronographenwerk aus der bekannten ETA-251-Serie. Diese Werkfamilie gehört zu den am weitesten verbreiteten Schweizer Quarz-Chronographen und wird seit vielen Jahren von zahlreichen Uhrenherstellern verwendet.
Im Gegensatz zu mechanischen Chronographen basiert das Kaliber auf einer elektronischen Steuerung mit Quarz-Oszillator. Die Frequenz des Quarzkristalls beträgt 32.768 Hz, wodurch eine sehr präzise Zeitmessung ermöglicht wird. Quarzwerke gelten im Allgemeinen als deutlich genauer als mechanische Uhrwerke.
Das ETA 251.232 verfügt über mehrere Chronographenanzeigen, darunter eine zentrale Stoppsekunde sowie zusätzliche Totalisatoren für Minuten und Stunden. Häufig sind außerdem eine Datumsanzeige sowie eine kleine Sekundenanzeige integriert.
Ein Vorteil dieses Werkes ist seine hohe Zuverlässigkeit bei gleichzeitig relativ geringer Bauhöhe. Dadurch eignet es sich gut für sportliche Chronographen, die eine präzise Zeitmessung und eine robuste Konstruktion erfordern.
Die ETA-251-Serie wurde in zahlreichen Varianten produziert und von vielen Schweizer Marken eingesetzt. Besonders im Bereich sportlicher Quarz-Chronographen ist dieses Werk weit verbreitet.
Beispiele für Uhren mit ETA 251.232:
- TAG Heuer Formula 1 Quartz Chronograph
- Tissot PRS 200 Quartz Chronograph
- Certina DS Podium Quartz Chronograph
- Victorinox Swiss Army Chronograph
- Festina Swiss Made Chronograph (verschiedene Modelle)
ETA 205.911 Uhrwerk
Das ETA 205.911 ist ein Quarzwerk aus den frühen 1980er-Jahren, das von ETA-ESA entwickelt wurde. Es gehört zu einer Generation von Uhrwerken, die in der Hochphase der sogenannten Quarzrevolution entstanden sind und mechanische Werke zunehmend verdrängten.
Das Kaliber wurde etwa zwischen 1981 und 1985 produziert und arbeitet mit einem Quarz-Oszillator mit einer Frequenz von 32.768 Hz. Diese Technologie ermöglicht eine sehr präzise Zeitmessung und benötigt im Vergleich zu mechanischen Werken deutlich weniger Wartung.
Technisch handelt es sich um ein klassisches batteriebetriebenes Quarzwerk mit Schrittmotor. Dieser Motor bewegt die Zeiger in präzisen Sekundenintervallen. Das Werk besitzt eine Datumsfunktion mit Schnellverstellung sowie eine zentrale Sekundenanzeige.
Mit einem Durchmesser von etwa 19,4 mm und einer geringen Bauhöhe war das ETA 205.911 besonders für kleinere Armbanduhren geeignet. Die Konstruktion setzte auf eine einfache, robuste Technik, die eine lange Lebensdauer und einen niedrigen Energieverbrauch ermöglichte.
Während moderne Quarzwerke häufig zusätzliche Funktionen oder besonders flache Bauweisen bieten, war das ETA 205.911 ein typisches Werk seiner Zeit und wurde in zahlreichen Schweizer Uhrenmodellen eingesetzt.
Beispiele für Uhren mit ETA 205.911:
- Tissot Seastar Quartz (1980er Jahre)
- Certina Quartz Modelle der 1980er
- Omega De Ville Quartz (einige Varianten)
- Longines Quartz Modelle der frühen 1980er
- verschiedene Schweizer Dress-Watches mit ETA-Quarzwerk
