Tricompax

Drei Totalisatoren | Tri-Compax


Die Tricompax-Anordnung:
Funktionalität auf dem Zifferblatt

Der Begriff Tricompax (oft auch Tri-Compax) bezeichnet im modernen Sprachgebrauch das Zifferblatt-Design eines Chronographen mit drei Totalisatoren (Hilfszifferblättern). Es zählt zu den beliebtesten Anordnungen in der Welt der Armbanduhren.

Anordnung

Im Gegensatz zum zweisitzigen Bicompax-Anordnung bietet die Tricompax-Anordnung Platz für insgesamt drei Anzeigen.

Chronograph mit drei Totalisatoren in 3-6-9 Ausrichtung.
Bildquelle: Martin Zetzschke

Die harmonischste und bei Sammlern begehrteste Variante ist die klassische 3-6-9-Anordnung, wie man sie beispielsweise bei einer Union Glashütte Belisar finden kann:

  • 9 Uhr: Laufende kleine Sekunde der Uhrzeit.
  • 3 Uhr: Stoppminuten-Zähler.
  • 6 Uhr: Stoppstunden-Zähler (oft bis zu 12 Stunden).

Eine ebenso verbreitete Alternative – bedingt durch den Aufbau bekannter Automatik-Kaliber wie beispielsweise dem ETA 7750 – ist die 6-9-12-Ausrichtung. Ein typisches Beispiel für eine 6-9-12 Anordnung ist die Christopher Ward C7 Rapide MK2.

Historischer Ursprung

Namensgebend war in den 1940er Jahren das Modell Tri-Compax der Schweizer Manufaktur Universal Genève (Bild). Ursprünglich stand das „Tri“ dabei für drei Komplikationen: Chronograph, Datumsanzeige und Mondphasenanzeige.

In der heutigen Uhrensprache hat sich der Begriff für die drei Totalisatoren etabliert. Legendäre Ikonen wie die Omega Speedmaster Professional oder die Rolex Daytona verdanken der Tricompax-Anordnung ihr prägnantes und technisches Erscheinungsbild.