UMF Ruhla
Die korrekte Uhrenbezeichnung lautet UMF Ruhla. UMF steht für Uhren- und Maschinenfabrik, wieder ein.
Nach der Verstaatlichung des ursprünglichen Werks (Gebrüder Thiel) in der DDR hieß der Betrieb ab 1952 offiziell VEB Uhren- und Maschinenfabrik Ruhla. Auf den Zifferblättern dieser Epoche prangte stolz das Logo UMF Ruhla. Das Unternehmen war damals ein riesiges Kombinat, das Millionen von Uhren (wie die berühmte Kaliber 24) und die dazugehörigen Produktionsmaschinen herstellte.
In späteren DDR-Jahren (ab Mitte der 1970er/1980er Jahre) und nach der Wende wurde das Logo auf den Zifferblättern oft auf das einfache, geschwungene „Ruhla“ (oder Eurochron) reduziert, da das Uhrenkombinat umstrukturiert wurde.
Nachdem die traditionsreiche Uhrenproduktion in Thüringen nach der Wende durch die Familie Gardé fortgeführt wurde, gab es 2019 eine Insolvenz. Rettung nahte durch die POINT tec Electronic GmbH (bekannt für Marken wie Junkers, Zeppelin und Iron Annie), die den geschichtsträchtigen Produktionsstandort samt Uhrenmuseum übernahm.
