Weshalb ist diese Uhr eine Clone Uhr?


Bei dieser Uhr gab ein paar sehr deutliche Ungereimtheiten. Es handelt sich um ein sogenanntes „Fantasy-Produkt“ (ein Replikat, das Designelemente wild miteinander vermischt, die es so von Omega nie in Kombination gab).

Hier sind die Gründe, warum man diese Uhr als Nachbau entlarvt:

1) Das Zifferblatt vs. Gehäuseboden

  1. Die Vorderseite: Auf dem Zifferblatt steht ganz klar Omega Seamaster. Die Seamaster ist die berühmte Taucheruhren-Linie von Omega.
  2. Die Rückseite: Schaut man auf den Gehäuseboden, steht dort in großen Buchstaben Broad Arrow. Die „Broad Arrow“-Modelle gehören jedoch historisch und exklusiv zur Speedmaster-Kollektion (Omegas legendäre Rennsport- und Weltraum-Chronographen) und niemals zur Seamaster. Ein solcher Mix existiert beim Original nicht.

2) Das Design-Plagiat

  1. Das optische Erscheinungsbild auf der Vorderseite – insbesondere die roségoldenen, pfeilförmigen Indizes und die Zeigerform – wurde fast eins zu eins von der echten Omega Speedmaster Broad Arrow (z. B. Ref. 3551.50.00) kopiert. Allerdings wurde beim Druck auf dem Zifferblatt fälschlicherweise der Schriftzug „Seamaster“ eingesetzt.

3) Qualitätsmängel bei der Verarbeitung

Wenn man die Details genauer betrachtet, fallen typische Merkmale günstiger Nachbauten auf:

  1. Die Gravur: Die Gravuren auf dem Gehäuseboden, sowohl das Seamaster-Seepferdchen als auch der Schriftzug, sind extrem flach, unpräzise und unsauber ausgeführt. Bei einer echten Omega sind diese tief, messerscharf und absolut makellos geprägt.
  2. Das Material: An den Kanten des Gehäuses und unter dem Schmutz am Bandanstoß sieht man deutliche Abnutzungen, die auf verchromtes Basismetall oder minderwertigen Guss hindeuten, statt auf den von Omega verwendeten, massiven und hochreinen Edelstahl.
  3. Die Bandanstöße: Die Endlinks des Armbands liegen unbündig und klapprig am Gehäuse an. Zudem passen die dort eingestanzten Nummern („455 B“) historisch zu ganz anderen Omega-Armbändern (meist alten Seamaster- oder Speedmaster-Modellen aus den 70er/80er Jahren) und nicht zu diesem modernen Gehäusedesign.