Wempe Glashütte


Kurzvorstellung

Das traditionsreiche Unternehmen Wempe ist vor allem als Juwelier bekannt, betreibt jedoch mit Wempe Glashütte I/SA auch eine eigene Uhrenmanufaktur in Glashütte. Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1878 zurück, als Gerhard D. Wempe in Elsfleth ein Uhrengeschäft gründete. Über Generationen entwickelte sich Wempe zu einem der bedeutendsten Juweliere Deutschlands.

2006 eröffnete Wempe in Glashütte eine eigene Sternwarte zur Chronometerprüfung – ein klares Bekenntnis zur Präzision. Kurz darauf begann das Unternehmen mit der Fertigung eigener mechanischer Uhren unter dem Namen Wempe Glashütte I/SA. Die Modelle werden als Chronometer zertifiziert und erfüllen strenge Genauigkeitsanforderungen.

Das Design der Uhren ist klassisch und zurückhaltend. Kollektionen wie Zeitmeister verbinden traditionelle Glashütter Elemente mit moderner Technik. Charakteristisch sind klare Zifferblätter, hochwertige Gehäuse und präzise Automatikwerke.

Wempe vereint damit Handel und eigene Produktion. Als traditionsreicher Juwelier verfügt das Unternehmen über internationale Erfahrung im Luxussegment, während die Glashütter Fertigung höchste technische Standards gewährleistet. Wempe Glashütte steht für Präzision, hanseatische Zurückhaltung und deutsche Uhrmachertradition.

Wikipedia:   XXXFirmenauftritt:   XXX


Hersteller Gerhard D. Wempe KG
Anschrift ZentraleHerbert-Boehme-Straße 7, 01768 Glashütte, Deutschland
Websitehttps://www.wempe.com/de-de/uhren/wempe-glashuette-i-sa/
WikipediaKein Eintrag gefunden
eMailsternwarte@wempe.de
Gründungsdatum1878 (Stammhaus Wempe); 2006 (Produktionsstart in Glashütte)
ZielgruppeKlassische Uhrenliebhaber, Kenner von Glashütter Präzision, Preis-Leistungs-Bewusste im Luxussegment
Preisniveau

Gehobene Mittelklasse bis Luxus (ca. 1.200 € bis über 15.000 €)

Wichtigste ModellreihenZeitmeister (Sportlich/Klassisch), Chronometerwerke (Manufaktur-Linie)
Verkaufte StückzahlenSchätzungsweise 10.000 bis 15.000 Stück
Verwendete WerkeZeitmeister: Modifizierte ETA/Sellita-Werke; Chronometerwerke: Eigene Manufakturkaliber
UmsatzCa. 30–50 Mio. € (nur Uhrenproduktion; Gesamthaus Wempe ca. 600 Mio. €)
Gehört zuFamiliengeführtes Unternehmen (Gerhard D. Wempe KG)
Anzahl MitarbeiterCa. 80–100 in der Fertigung und Sternwarte Glashütte
HauptabsatzmarktDeutschland (über eigene Wempe-Niederlassungen), Europa, USA (New York)
Sonstiges

Die Sternwarte: Wempe kaufte 2005 die verfallene Sternwarte in Glashütte und restaurierte sie. Heute ist dort nicht nur die Produktion untergebracht, sondern auch die einzige unabhängige Prüfstelle für Chronometer in Deutschland (nach der deutschen Norm DIN 8319).

Deutsche Chronometerprüfung: Im Gegensatz zur Schweizer COSC-Prüfung wird bei der deutschen Prüfung in Glashütte die fertig montierte Uhr getestet, nicht nur das nackte Werk. Jede Uhr von Wempe Glashütte trägt daher den Schriftzug „Chronometer“ auf dem Zifferblatt.

Zeitmeister vs. Chronometerwerke:

  • Die Zeitmeister-Linie bietet einen erschwinglichen Einstieg in die Glashütter Uhrenwelt. Die Basiswerke (ETA/Sellita) werden in Glashütte so stark modifiziert (z. B. eigene Feinregulierung), dass sie die Wertschöpfungsregeln für die Herkunftsbezeichnung „Glashütte“ erfüllen.
  • Die Chronometerwerke-Linie ist die Haute Horlogerie des Hauses. Hier werden exklusive Manufakturkaliber mit Glashütter Merkmalen (Dreiviertelplatte, handgravierter Unruhkloben, verschraubte Goldchatons) verbaut.

Service-Vorteil: Da Wempe einer der weltweit größten Uhrenhändler ist, verfügt das Unternehmen über ein enormes Know-how im Bereich Service und Reparatur, das direkt in die Konstruktion der eigenen Uhren einfließt.

Historisches Erbe: Wempe gehörte bereits in den 1940er Jahren zu den wenigen Herstellern der legendären Beobachtungsuhren (B-Uhren) für die Luftwaffe, was der Marke eine tiefe historische Glaubwürdigkeit im Bereich der Fliegeruhren verleiht.